Was die Webflow Kosten einer Unternehmenswebsite wirklich ausmachen
Der Tarif kostet 25 Dollar im Monat, die fertige Website ein Vielfaches davon. Wer Webflow Kosten nur aus der Preisliste ableitet, plant an der eigentlichen Rechnung vorbei. Hier siehst du, was Lizenz, Umsetzung und Betrieb zusammen ausmachen.
Lesedauer: 7min
Warum der Tarif nur ein kleiner Teil der Webflow Kosten ist
Webflow veröffentlicht seine Preise offen, und genau das verleitet zu einer Rechnung, die zu kurz greift. Wer für eine Unternehmenswebsite den Premium Plan mit rund 300 US-Dollar im Jahr sieht, hält das Projekt schnell für günstig. Der Tarif ist aber nur die technische Grundlage. Strategie, Design, Entwicklung, SEO und Pflege kommen obendrauf, und sie machen bei einer Website, die Anfragen bringen soll, den weitaus größten Teil des Budgets aus.
Für die Planung hilft eine Aufteilung in drei Blöcke, die sich unterschiedlich verhalten:
Lizenz umfasst Site Plan, Workspace Plan und Add-ons. Sie läuft jedes Jahr weiter und ist gut planbar.
Umsetzung umfasst Konzept, Design, Aufbau und Inhalte. Sie fällt einmalig an und ist der größte Posten.
Betrieb umfasst Pflege, Erweiterungen und Zusatzdienste. Er läuft ebenfalls jedes Jahr und wird am häufigsten vergessen.
Die folgenden Abschnitte gehen die Blöcke der Reihe nach durch. Wer zuvor grundsätzlich klären will, ob Webflow überhaupt das passende System ist, findet die Abwägung im Vergleich, wann eine Webflow Agentur passt und wann eine Framer Agentur. Für die Systemwahl im Allgemeinen ist worauf es bei der Auswahl eines CMS für Unternehmen ankommt die bessere Grundlage.
Was die aktuellen Site Pläne seit Mai 2026 kosten
Webflow hat seine Tarife im Mai 2026 vereinfacht. Die neuen Preise gelten seit dem 13. Mai für Neukäufe und seit dem 29. Juni 2026 für bestehende Websites. Der frühere Business Plan ist im Premium Plan aufgegangen und wird bei der Verlängerung automatisch umgestellt, und zwar zu einem niedrigeren Preis. Alle Angaben verstehen sich in US-Dollar pro Site und zuzüglich Steuern.
Für eine Unternehmenswebsite kommen im Kern zwei Pläne infrage. Der Basic Plan kostet 15 Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung. Er hat kein CMS und eignet sich deshalb nur für eine statische Präsenz mit bis zu 300 Seiten. Der Premium Plan kostet 25 Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung und 39 Dollar bei monatlicher Zahlung. Er umfasst 20.000 CMS Einträge, 40 Collections und 50 GB Bandbreite. Das reicht für Leistungsseiten, Referenzen, Team und einen Blog. Für Unternehmen mit redaktionellem Anspruch ist Premium damit der Normalfall.
Der Starter Plan ist kostenlos, läuft aber nur auf einer webflow.io Adresse und dient deshalb allein für Entwürfe und Tests. Ein Auftritt, der Kunden überzeugen soll, gehört auf eine eigene Domain.
Wann der Team Plan mit 2.500 Dollar im Monat sinnvoll wird
Oberhalb von Premium liegt eine andere Preisklasse. Der Team Plan beginnt bei 2.500 US-Dollar im Monat mit Jahresvertrag, das sind 30.000 Dollar im Jahr. Er enthält eine Site, 100 CMS Collections, zehn Seats und Webflow Localize. Für noch größere Anforderungen gibt es Enterprise mit individuellen Preisen.
Die Lücke zwischen 300 und 30.000 Dollar im Jahr ist eine echte Entscheidung. Viele Unternehmen kommen mit Premium und einigen Zusatzmodulen deutlich günstiger davon. Sie müssen dann aber Rollen, Freigaben und Sprachen organisatorisch selbst lösen. Der Team Plan lohnt sich, wenn mehrere Abteilungen parallel arbeiten, Sprachversionen fester Bestandteil sind und ein Vertrag alles bündeln soll. Für einen Auftritt mit einem kleinen Redaktionsteam ist er selten die wirtschaftliche Wahl.
Welche Zusatzkosten neben Lizenz und Workspace anfallen
Zum Site Plan kommt der Workspace Plan, in dem Design und Bearbeitung stattfinden. Der Core Plan kostet 19 Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, der Growth Plan 49 Dollar. Growth bringt Rollen auf Site Ebene, Veröffentlichungsrechte und 301 Weiterleitungen mit, die bei jedem Relaunch gebraucht werden. Wer mit einer Agentur zusammenarbeitet, sitzt meist in deren Workspace, und die Frage nach den Seats klärt sich im Angebot.
Weitere Posten fehlen in Preisvergleichen erstaunlich oft:
Sprachversionen über das Add-on Localize, das mit Localize Essential ab 9 Dollar und mit Localize Advanced ab 29 Dollar im Monat beginnt.
Zusätzliche Bandbreite ab 20 Dollar im Monat für weitere 50 GB, relevant bei viel Traffic oder schweren Medien.
Externe Dienste für Terminbuchung, Consent Management, Analyse oder Newsletter, die eigene Abonnements mitbringen.
Domain und E-Mail Postfächer, die nicht im Tarif enthalten sind.
Bei mehrsprachigen Auftritten gehört die Sprachlogik ins Konzept und nicht erst ins Add-on. Wie das funktioniert, zeigt mehrsprachige Websites mit SEO und hreflang. Rechne die Zusatzposten immer pro Jahr, denn erst dann lassen sie sich mit Umsetzung und Betrieb vergleichen.
Was die Umsetzung einer Unternehmenswebsite bestimmt
Die Umsetzung ist der größte Block, und keine Preisliste bildet ihn ab. Hier entscheidet sich, ob die Website später Anfragen bringt oder nur online ist. Bei HORUS Studios beginnen Projekte im Premiumsegment ab 5.000 Euro. Nach oben gibt es keine feste Grenze, denn eine Website mit Design System, mehreren Sprachen und Redaktionsworkflow ist eine andere Aufgabe als eine schlanke Präsenz mit zehn Seiten.
Diese Faktoren bestimmen den Aufwand am stärksten:
Anzahl und Komplexität der Seitentypen, etwa Leistung, Referenz, Team, Karriere und Blog.
Umfang von Design, Bildwelt und Animation.
Größe des CMS mit Collections, Feldern und Filtern.
Sprachen und Regionen.
Inhalte, also Textarbeit und die Übernahme von Bestandsseiten.
Wer Angebote vergleicht, achtet auf den Leistungsumfang und nicht auf die Endsumme. Dazu passt der Leitfaden, wie du Angebote für eine Homepage richtig vergleichst. Eine saubere Grundlage schafft ein Website Briefing mit Checkliste, weil Angebote nur dann vergleichbar sind, wenn alle dasselbe Briefing bekommen. Wenn schon eine Website existiert, liefert womit du bei einem Relaunch realistisch rechnest zusätzliche Vergleichswerte.
Woraus der laufende Betrieb besteht
Nach dem Launch laufen die Lizenzen weiter, und es entsteht Arbeit. Webflow übernimmt Hosting und Infrastruktur der Plattform. Das ist ein Vorteil gegenüber selbst gehosteten Systemen, bei denen Updates und Erweiterungen eigene Wartungsposten sind. Es bleibt aber, was jede Website braucht: Inhalte aktualisieren, Seiten erweitern, Ladezeit und Barrierefreiheit im Blick behalten sowie Formulare und Tracking regelmäßig prüfen.
Was dazu gehört, zeigt der Beitrag darüber, wie Wartung und Pflege SEO und Sicherheit absichern. Planbar wird der Betrieb mit einem festen Monatsbetrag oder einem Stundenkontingent. Einzelaufträge wirken zunächst flexibler, kosten aber meist mehr, weil jede Anfrage neu abgestimmt werden muss und Wissen über die Website verloren geht.
Die Gesamtkosten im Überblick
Die Tabelle fasst die Blöcke für eine Unternehmenswebsite zusammen. Die Lizenzwerte stammen aus der Preisliste bei jährlicher Zahlung, die Umsetzung hängt vom Projekt ab.
Kostenblock | Art | Größenordnung | Was ihn bestimmt |
|---|---|---|---|
Premium Plan | laufend | 300 US-Dollar im Jahr | Umfang der Website und Traffic |
Workspace Core oder Growth | laufend | 228 bis 588 US-Dollar im Jahr | Anzahl der Personen und Rollen |
Localize | laufend | ab 108 US-Dollar im Jahr | Anzahl der Sprachen |
Zusätzliche Bandbreite | laufend | ab 240 US-Dollar im Jahr | Reichweite und Medien |
Team Plan | laufend | ab 30.000 US-Dollar im Jahr | Governance und mehrere Teams |
Umsetzung | einmalig | bei HORUS Studios ab 5.000 Euro | Seitentypen, Design, CMS und Inhalte |
Betrieb und Pflege | laufend | nach Umfang, monatlich oder als Kontingent | Aktualisierung und Erweiterung |
Der Lizenzblock einer typischen Unternehmenswebsite mit Premium und Core Plan liegt damit bei 528 US-Dollar im Jahr. Das ist ein Bruchteil dessen, was Umsetzung und Betrieb kosten. Genau deshalb sagt der Monatspreis auf der Preisseite so wenig über die Investition aus.
So planst du das Budget für dein Webflow Projekt
Ein Ablauf, der sich in der Praxis bewährt hat:
Zielbild und Umfang festhalten: Seitentypen, Sprachen und CMS Inhalte.
Lizenzen nach Bedarf wählen und pro Jahr rechnen.
Umsetzung als Festpreis oder Budgetrahmen mit klar beschriebenem Leistungsumfang anfragen.
Den Betrieb für das erste Jahr von Anfang an einplanen.
Einen Puffer für Erweiterungen nach dem Launch reservieren.
Wer parallel ein anderes System prüft, rechnet dieselben drei Blöcke für Framer oder WordPress durch. Nur dann sind die Zahlen vergleichbar, denn ein günstiger Tarif kann eine teure Umsetzung verdecken und umgekehrt.
Fazit für die Budgetentscheidung
Die Webflow Kosten bestehen zu einem kleinen Teil aus Lizenzen und zu einem großen aus Umsetzung und Betrieb. Wer alle drei Blöcke über ein Jahr rechnet, bekommt eine Zahl, mit der sich intern argumentieren lässt. Wenn du deine Website auf Webflow planst und ein belastbares Budget brauchst, unterstützen wir dich bei Konzept und Kalkulation, oder melde dich direkt für ein erstes Gespräch.
Quellen
Webflow zu Tarifen, Leistungsumfang und Preisen der Site und Workspace Pläne
webflow.com/pricingWebflow Help Center zu den vereinfachten Tarifen und Preisen ab Mai 2026
help.webflow.com/hc/en-us/articles/5105995508…






