Wann eine Webflow Agentur passt und wann eine Framer Agentur

Wer nach einer Webflow Agentur sucht, hat die Plattform meist gewählt, bevor das Projekt beschrieben ist. Dabei entscheidet nicht das Werkzeug, sondern ob es zu Seitenzahl, Sprachen und Redaktion passt. Hier steht, wann Webflow richtig ist, wann Framer, und woran du die passende Agentur erkennst.

Lesedauer: 8min

Zwei Sockel nebeneinander, ein heller mit feinem Kachelraster und ein schwarzer mit einer weichen Welle, als Bild für die Wahl zwischen Webflow Agentur mit Struktur und Framer Agentur mit Bewegung

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Zwei Sockel nebeneinander, ein heller mit feinem Kachelraster und ein schwarzer mit einer weichen Welle, als Bild für die Wahl zwischen Webflow Agentur mit Struktur und Framer Agentur mit Bewegung

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Warum die Suche nach einer Webflow Agentur meist zu früh beginnt

Webflow und Framer sind die beiden Plattformen, die in den letzten Jahren den Markt für gestaltete Unternehmenswebsites unter sich aufgeteilt haben. Beide werden gehostet, beide brauchen keine Updates auf deinem Server, beide liefern schnelle Seiten mit sauberem Code aus. Wer eine Agentur sucht, findet deshalb auf beiden Seiten Anbieter mit beeindruckenden Referenzen, und die Entscheidung fällt oft danach, welche Agentur zuerst überzeugend geklungen hat.

Das ist die falsche Reihenfolge. Eine Agentur, die auf eine Plattform spezialisiert ist, wird dir diese Plattform empfehlen, und zwar ehrlich, weil sie darin gut ist. Das gilt für uns genauso: HORUS Studios arbeitet mit Framer, und dieser Beitrag ist trotzdem der Versuch, den Vergleich so zu führen, dass du am Ende weißt, ob du bei uns richtig bist oder bei einer Webflow Agentur besser aufgehoben wärst. Beides ist ein gutes Ergebnis, ein Projekt auf der falschen Plattform ist keines.

Die Frage lautet deshalb nicht, welche Plattform besser ist, sondern welche zu deinem Projekt passt. Und das lässt sich an wenigen Merkmalen festmachen, bevor du die erste Agentur anschreibst. Wie du solche Anforderungen sauber festhältst, zeigt der Beitrag darüber, wie du ein Website Briefing erstellst, das Angebote vergleichbar macht.

Was beide Plattformen im Kern unterscheidet

Webflow ist 2013 gestartet und hat sich von einem visuellen Editor zu einer Plattform für größere Websites entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auf dem CMS, auf Strukturen und auf der Zusammenarbeit vieler Beteiligter. Framer kommt aus dem Prototyping und dem Interface Design. Der Schwerpunkt liegt auf Gestaltung, Bewegung und Geschwindigkeit in der Umsetzung, das CMS kam später dazu und ist inzwischen für die meisten Marketingwebsites ausreichend.

Umfang und Struktur der Inhalte

Seit der Preisänderung im Mai 2026 fasst Webflow seine früheren CMS und Business Pläne im Premium Plan zusammen. Der trägt 300 statische Seiten, 40 Sammlungen und 20.000 Einträge im CMS und kostet bei jährlicher Zahlung 25 Dollar im Monat. Darüber liegt der Team Plan mit 100 Sammlungen, zehn Sitzen und Lokalisierung, der ab 2.500 Dollar im Monat auf Jahresbasis beginnt, und schließlich Enterprise auf Anfrage.

Framer bietet im Pro Plan für 30 Dollar im Monat 150 Seiten, zehn Sammlungen und 2.500 Einträge. Über Zusatzpakete lässt sich das auf 700 Seiten, 40 Sammlungen und 40.000 Einträge erweitern, darüber beginnt auch hier Enterprise mit eigenen Grenzen, SSO und SCIM. Für eine Unternehmenswebsite mit fünfzig bis dreihundert Seiten reichen beide. Bei tausenden Einträgen, etwa einem Produktkatalog oder einem Verzeichnis, bietet Webflow die bequemere Grundausstattung.

Gestaltung und Bewegung

Hier liegt der Unterschied, den Besucher tatsächlich sehen. Framer denkt in Komponenten, Varianten und Effekten, so wie Designwerkzeuge es tun. Übergänge, Einblendungen und Interaktionen entstehen ohne Code und sehen aus wie handgebaut. Webflow kann all das ebenfalls, verlangt dafür aber mehr Handarbeit im Interaktionssystem. Für eine Marke, deren Auftritt über Bewegung und Detail wirken soll, ist das ein Argument für Framer. Was solche Details bewirken und wo sie stören, zeigt der Beitrag über Scroll Animationen, die Nutzer führen statt ablenken.

Zwei Glaskarten im Vergleich, links ein dichtes Raster aus Einträgen wie im Webflow CMS, rechts eine einzelne blaue Bewegungskurve, wie Framer Übergänge ohne Code entstehen lässt

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Zwei Glaskarten im Vergleich, links ein dichtes Raster aus Einträgen wie im Webflow CMS, rechts eine einzelne blaue Bewegungskurve, wie Framer Übergänge ohne Code entstehen lässt

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Wann eine Webflow Agentur die bessere Wahl ist

Webflow ist stark, wenn die Website mehr Verwaltung als Bühne ist. Typische Fälle, in denen sich die Suche nach einer Webflow Agentur lohnt:

  • Deine Website hat mehrere hundert Seiten oder tausende Einträge in Verzeichnissen, Katalogen oder Wissensdatenbanken, die strukturiert gepflegt werden.

  • Es gibt viele Beteiligte mit unterschiedlichen Rollen, und Freigaben müssen nachvollziehbar sein. Der Team Plan bringt dafür zehn Sitze und Verzweigungen für einzelne Seiten mit.

  • Deine IT verlangt, dass die Website als Code exportierbar ist. Webflow erlaubt den Export des statischen Codes, Framer nicht.

  • Du hast bereits ein Team, das Webflow kennt, oder eine Inhouse Person, die den Auftritt später ohne Agentur weiterpflegen soll und mit dem Werkzeug vertraut ist.

  • Der Auftritt ist Teil einer größeren Landschaft mit Mitgliederbereichen, Shop oder Anbindungen, für die Webflow das breitere Ökosystem an Apps und Partnern hat.

In diesen Fällen zahlt sich die höhere Strukturtiefe aus. Das kostet allerdings Zeit im Aufbau und Disziplin im Betrieb. Wie du bei so einem Projekt die Rankings des Bestands mitnimmst, steht im Beitrag darüber, wie du beim Website Relaunch deine Rankings mitnimmst.

Wann eine Framer Agentur die bessere Wahl ist

Framer gewinnt überall dort, wo der Auftritt schnell entstehen, hochwertig wirken und danach von einem kleinen Team gepflegt werden soll. Das ist der Normalfall für die meisten Unternehmen, die zwischen 5.000 und 50.000 Euro in ihre Website investieren: ein Marketingteam von ein bis drei Personen, zwanzig bis zweihundert Seiten, ein Blog oder ein Referenzbereich im CMS, und ein Design, das sich vom Wettbewerb abheben soll.

Die Zusammenarbeit ist einfacher als bei Webflow. Ein zusätzlicher Editor kostet in Framer 20 Dollar im Monat, ein reiner Inhaltseditor für CMS, Übersetzungen und Texte auf der Seite 10 Dollar. Wer nur kommentiert, zahlt nichts. Für ein Team, das gelegentlich Texte anpasst, ist das übersichtlich. Auch Mehrsprachigkeit ist im System angelegt: bis zu zwanzig Sprachen für je 20 Dollar im Monat, mit Übersetzung per KI oder von Hand, ohne dass du dafür einen höheren Plan brauchst. Wann eine zweite Sprache überhaupt Sinn ergibt, klärt der Beitrag darüber, wann sich eine mehrsprachige Website wirklich lohnt.

Die Grenze von Framer liegt beim Umfang und bei Sonderfällen. Ein Mitgliederbereich, ein komplexer Shop oder eine Datenbank mit zehntausenden Einträgen gehören nicht hierhin. Wer das braucht, ist bei Webflow oder bei einem klassischen CMS besser aufgehoben. Der Beitrag über Framer oder WordPress für deine Unternehmenswebsite zieht diese Grenze im Detail.

Die folgende Übersicht fasst zusammen, welche Plattform bei welchem Merkmal vorn liegt.

Kriterium

Webflow Agentur

Framer Agentur

Passt bei

großen, strukturierten Websites mit vielen Beteiligten

Marketingwebsites mit hohem Anspruch an Design

CMS Umfang im Standardplan

300 Seiten, 40 Sammlungen, 20.000 Einträge

150 Seiten, 10 Sammlungen, 2.500 Einträge, erweiterbar

Gestaltung und Bewegung

möglich, aber mehr Handarbeit

Kernstärke, ohne Code

Mehrsprachigkeit

im Team Plan enthalten

je Sprache 20 Dollar im Monat, ab dem Pro Plan

Zusammenarbeit

Rollen und Freigaben für größere Teams

Editor 20 Dollar, Inhaltseditor 10 Dollar, Kommentare frei

Code Export

möglich

nicht vorgesehen

Umsetzungstempo

gründlicher, längerer Aufbau

schneller vom Entwurf zur Live Seite

Agenturmarkt im DACH Raum

breit, viele Anbieter

kleiner, dafür spezialisiert

Die Website von Pafru auf einem iMac, ein in Framer umgesetztes Projekt mit Logo, Navigation und Leistungsversprechen im ersten Bildschirm, wie es eine Framer Agentur liefert

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Die Website von Pafru auf einem iMac, ein in Framer umgesetztes Projekt mit Logo, Navigation und Leistungsversprechen im ersten Bildschirm, wie es eine Framer Agentur liefert

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Woran du eine gute Agentur auf beiden Plattformen erkennst

Ob Webflow oder Framer, die Merkmale einer guten Agentur sind dieselben, und sie haben mit der Plattform wenig zu tun. Die wichtigste Frage ist, ob die Agentur dir überhaupt zuhört, bevor sie die Plattform nennt. Wer im ersten Gespräch schon weiß, welches Werkzeug es wird, hat dein Projekt noch nicht verstanden.

Danach zählt der Nachweis. Lass dir Projekte zeigen, die seit mindestens einem Jahr live sind, und prüfe sie selbst: Ladezeit auf dem Smartphone, Verhalten bei schmalen Bildschirmen, ob das CMS tatsächlich vom Kunden gepflegt wird oder ob jede Änderung über die Agentur läuft. Frage, wer nach dem Launch ansprechbar ist und was eine Stunde Pflege kostet. Und frage nach dem Übergabepaket: Zugänge, Dokumentation, Schulung. Eine Agentur, die dich nach dem Launch an sich binden will, hält diese Dinge klein. Welche Signale bei Framer Anbietern auf echte Erfahrung hindeuten, steht im Beitrag darüber, woran du eine Framer Agentur mit echter Erfahrung erkennst. Für die Auswahl über Plattformgrenzen hinweg hilft der Beitrag über die Auswahl einer Website Relaunch Agentur und den Angebotsvergleich.

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: die laufenden Kosten der Plattform. Beide Anbieter rechnen in Dollar ab, beide passen ihre Pläne regelmäßig an, Webflow zuletzt im Mai 2026 mit spürbaren Verschiebungen zwischen den Stufen. Eine gute Agentur nennt dir die Plattformkosten für dein Projekt konkret, mit Sitzen, Sprachen und Bandbreite, statt nur den Einstiegspreis aus der Preisliste. Wie du solche Posten in einem Angebot einordnest, zeigt der Beitrag darüber, wie du Angebote für deine Homepage richtig vergleichst.

Wann keine der beiden Plattformen passt

Webflow und Framer sind gehostete Systeme. Das ist ihr größter Vorteil, weil Updates, Sicherheit und Hosting nicht mehr bei dir liegen, und zugleich ihre Grenze. Wenn deine IT verlangt, dass die Website auf eigenen Servern in Deutschland läuft, wenn Inhalte aus einem ERP oder PIM in Echtzeit eingespielt werden, oder wenn ein Freigabeprozess mit mehreren Stufen und Sprachen den Alltag bestimmt, dann ist ein klassisches CMS die bessere Grundlage. Der Beitrag darüber, wie du das CMS findest, das zu deinem Unternehmen passt, ordnet diese Fälle ein.

Auch der umgekehrte Fall kommt vor. Eine Website mit fünf Seiten, die zwei Jahre lang nicht angefasst wird, braucht weder Webflow noch Framer und schon gar keine Agentur, die sich auf eines von beiden spezialisiert hat. Die Plattform lohnt sich dort, wo der Auftritt lebt: neue Seiten, neue Inhalte, Kampagnen, Auswertung.

Fazit: Erst das Projekt beschreiben, dann die Agentur suchen

Eine Webflow Agentur ist die richtige Wahl, wenn deine Website groß, strukturiert und von vielen Menschen gepflegt ist, oder wenn Code Export und ein breites Ökosystem verlangt werden. Eine Framer Agentur ist die richtige Wahl, wenn Design, Bewegung und Tempo den Auftritt tragen und ein kleines Team ihn danach pflegt. In beiden Fällen erkennst du die gute Agentur daran, dass sie erst fragt und dann empfiehlt.

Wenn dein Projekt in die zweite Beschreibung passt, unterstützen wir dich von der Strategie über das Design bis zur Umsetzung in Framer. Und wenn du nicht sicher bist, welche Plattform es sein sollte, melde dich mit einer kurzen Beschreibung deines Vorhabens. Wir sagen dir auch, wenn Webflow die bessere Wahl wäre.

Quellen

  1. Webflow Help Center über die neuen Pläne und Preise ab Mai 2026
    help.webflow.com/hc/en-us/articles/51059955…

  2. Framer über Pläne, Limits, Editoren und Zusatzpakete im Überblick
    framer.com/pricing

  3. Framer Help über das Anlegen neuer Sprachen und die Übersetzung von Inhalten
    framer.com/help/articles/adding-a-new-locale/

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